Kommunales Gesamtkonzept Kulturelle Bildung in Köln


von links Ministerin Ute Schäfer, Rheinhilde Biefang, Ulrike Heuer, Jörg Kaminke, Dr. Matthias Hamann

Im Rahmen des Wettbewerbs “Kommunale Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung” hat Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, im Dezember 2012 das Konzept der Stadt Köln ausgezeichnet.

Kulturelle Bildung als wichtiges Ziel der Kölner Stadtpolitik
Kulturelle Bildung in all ihren Bereichen, mit all ihren Facetten, ist ein wichtiges Ziel der Kölner Stadtpolitik. Sie spielt im Leitbild 2020, im Kulturentwicklungsplan und im konkreten Handeln der Kulturverantwortlichen eine große Rolle und wendet sich in bisheriger Praxis vor allem an junge Zielgruppen und Familien. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat der Rat der Stadt Köln die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche in Köln beauftragt. Die Kulturszene in Köln ist so vielfältig und facettenreich, dass ein Gesamtkonzept für kulturelle Bildung hier vor besonderen Herausforderungen steht. Es muss den Reichtum strukturieren, ohne enge Kategorien zu bilden, es muss angelegt sein, ohne den Überblick zu verlieren. Dies ist mit dem nunmehr vorliegenden Gesamtkonzept “Kulturelle Bildung in Köln (KUBIK)” gut gelungen, wie die Auszeichnung im Rahmen des Landeswettbewerbs durch Ministerin Ute Schäfer zeigt.

Ein langjähriger und dynamischer Entwicklungsprozess
Das Konzept beschreibt gesellschaftliche Handlungsfelder – wie die Zukunft der Stadtgesellschaft – und die Rolle der kulturellen Bildung dafür. Nach der Analyse der kulturellen Bildungslandschaft wird ein Umsetzungskonzept entwickelt, das die kulturelle Bildungsarbeit als Querschnittsthema in den Verwaltungsstrukturen verankert. Hier zeigt sich deutlich, dass kulturelle Bildung kein Selbstzweck ist: Es geht um “respektvolles Miteinander und eigenverantwortliches Handeln, verbunden mit dem Mut zur Zivilcourage”.

Dabei ist das Gesamtkonzept nicht als statische Vorgabe, sondern als erster Impuls für einen langjährigen und dynamischen Entwicklungsprozess zu verstehen. Neben einer zentralen Steuerung dieses Entwicklungsprozesses soll dabei vor allem ein regelmäßiger Austausch zwischen den Beteiligten der Kölner Kultur- und Bildungslandschaft entstehen. Vorhandene Netzwerke, bestehende Angebote sowie das bürgerschaftliche Engagement werden genutzt und zielgerichtet weiterentwickelt. Das im Rahmen des Landeswettbewerbs erzielte Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro dient zur Profilierung und Weiterentwicklung des Konzepts.

Umsetzung des Kommunalen Gesamtkonzeptes

Veranstaltung im VHS Forum am 15. November 2013

Damit das Kommunale Gesamtkonzept „Kulturelle Bildung in Köln – KUBIK" mit Leben gefüllt werden kann, trafen sich am 15. November 2013 die Kölner Akteurinnen und Akteure der Kulturellen Bildung im VHS Forum im Kulturquartier am Neumarkt.

Bei diesem engagierten und partnerschaftlichen Austausch ging es anhand verschiedener Fragestellungen insbesondere darum, gemeinsam Prioritäten festzulegen, bereits einige der im Konzept aufgezeigten Handlungsfelder zu bearbeiten und den weiteren Prozessverlauf zu planen.

Insgesamt 160 Kölner Akteurinnen und Akteure setzten sich in verschiedenen Workshops mit unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Themen auseinander. Durch die vielfältigen Sichtweisen und kreativen Ansätze ergaben sich eindrucksvolle Workshop-Ergebnisse, die in die weitere Ausgestaltung des Kommunalen Gesamtkonzeptes einfließen werden.

Die so entstandenen konstruktiven Handlungsempfehlungen und -vorschläge werden zukünftig in einem langfristigen und dynamischen Beteiligungsprozess umgesetzt. Hierbei werden die interessierten Akteurinnen und Akteure in einzurichtenden Arbeitskreisen weiterhin aktiv eingebunden.

Eine Dokumentation dieser Veranstaltung finden Sie im nachfolgenden Downloadservice. Um einen Gesamteindruck der Veranstaltung zu vermitteln, wurde zusätzlich von Schülerinnen und Schülern des Georg-Simon-Ohm Berufskollegs ein kurzer filmischer Beitrag erstellt. Den Film finden Sie hier.

Die Koordinierungsstelle “Kulturelle Bildung” möchte sich an dieser Stelle für das bisherige und zukünftige Engagement aller Beteiligten recht herzlich bedanken